RAPTOR Vogelabwehr


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- bsp

PRINZIP


Beispiel Ortsansässige Vögel :
Eine Fläche wird von Krähen immer wieder heimgesucht. (zB Flughafenbereiche, Industriegebiete) Die Vögel kommen schon seit Jahren, doch dieses jahr ist es besonders schlimm. Es wird ein automatisch betriebener RAPTOR probehalber installiert.


Je nach Vogeldruck wird folgendes passieren:

  • A) die Krähen haben eine fast gleichwertige Alternative einige km weiter und verziehen sich innerhalb weniger Tage.


  • B) die Krähen haben keine einfache Alternative und sind vorerst einmal skeptisch. Einerseits kennen sie die Fläche seit Jahren und waren hier nie gefährdet, andererseits signalisiert ihnen der RAPTOR Gefahr. Krähen sind hochitelligent, sie werden abschätzen, ob die ihnen bekannte Fläche trotz der unbekannten Gefahr es wert ist, zu bleiben. Manchmal brauchen sie mehrere Wochen um eine bessere Alternative zu finden (Wirkung des RAPTORS tritt erst nach Wochen ein).


  • C) die Vögel haben keine Ausweich-alternative, es sind zwenig RAPTOREN auf einer zu großen Fläche installiert, der Betreiber verzichtet auf Zusatzmaßnahmen. : Die Vögel könnten lernen, daß ihnen trotz der per RAPTOR vermittelten Gefahr ihnen nichts passiert. Gewöhnung ist eingetreten. Ein Rückgängig machen dieser Gewöhnung mittels "konditionierende Begleitmaßnahmen" ist möglich, wennauch deutlich aufwendiger als wenn dies schon bei Installation des RAPTORs erfolgt wäre.


  • D) Schwierige Ausgangssituation wie C), aber der Betreiber sieht in den ersten Tagen "konditionierende Begleitmaßnahmen" vor. Zeitgleich mit Ertönen des RAPTORS verteibt er die Krähen mit einer für sie gefährlichen Maßnahme. Z.B. Er hetzt zeitgleich einen Hund auf den am Boden sitzenden Vogelschwarm. Die Vögel fliegen sofort auf und assoziieren zukünftig den RAPTOR-sound mit der echten Gefahr, die der Hund darstellt (klassische Konditionierung). Die Krähen lernen auf dramatische Weise, dass die ihnen vertraute Fläche nicht mehr sicher ist. Immer wenn sie den RAPTOR hören, werden sie nicht nur an die Gefahr, die die Akustik suggeriert denken, sondern auch an die echte Gefahr durch den Hund. Der Betreiber muss in den ersten Tagen den Hund einige Male losschicken, danach landen nur mehr ganz wenige Krähen. Nach einer Woche braucht er die Begleitmaßnahme nicht mehr. Der RAPTOR verrichtet von nun an alleine seinen Dienst. Die Konditionierung war erfolgreich.




Beispiel Zugvögel:
Starenschwärme fliegen im Herbst nach Süden und finden in den reifenden Trauben der Weingärten eine willkommene Wegzehrung. Es werden mehrere RAPTOR Geräte installiert, deren Intervall wird dem Vogeldruck angepasst

Da sich die Schwärme nur wenige Wochen in der Gegend aufhalten, ist eine Gewöhnung eher unwahrscheinlich. Auch sind sie mit der Gegend nicht vertraut und wissen nicht, welche Gefahren hier drohen. Die von den RAPTORen suggerierte Gefahr wird ausreichen, um sie fernzuhalten. "Konditionierende Begleitmaßnahmen" sind nicht notwendig. Sonstige zusätzliche Maßnahmen, wie z.B. reflektierende Bänder, große Ballons in großer Höhe, etc. können die Wirkung des RAPTORs verstärken, sind aber nicht unbedingt nötig.

Wichtig ist, daß der Abstand der RAPTORen zueinander nicht zu groß ist und daß nicht übertrieben kurz eingestellt wird.




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