Pressemitteilungen:




19.4.2020:

Wildtiere dringen immer weiter in bewohntes Gebiet vor, in COVID-19 Zeiten verstärkt sich dieser Effekt.

 

Seit einigen Jahren kann man beobachten, dass Wildtiere zunehmend urbane Gebiete erobern. Die Gründe dafür sind vielfältig: Einengung des eigenen Lebensraumes oder die Nahrungssuche. Dabei ist zu beobachten, dass sie die Scheu vor Menschen mehr und mehr ablegen. Vor allem Wildschweine können in Gärten und Parks sehr kostspielige Schäden anrichten und, falls sie sich in die Innenstädte verirren, enormes Chaos verursachen.

 

In Zeiten der Coronavirus Pandemie verhängen die meisten Staaten teils strengste Ausgangsbeschränkungen für ihre Bürger.

Wildtiere finden plötzlich fast menschenleere Städte und Straßen vor und nutzen diese Gelegenheit, um die neue Lage zu erkunden. Auf ihrer Suche nach Nahrung und neuem Lebensraum sind sie nun völlig ungestört.

Nun ist zu hoffen, dass die COVID-19 Pandemie nach wenigen Monaten vorüber ist und die Menschen wieder die Straßen der Städte bevölkern. Die Tiere werden dann natürlich wieder zurückweichen, jedoch nicht vollständig. Viele werden sich an das einfach zu erreichende Futter und an die Nähe zu den Menschen gewöhnt haben und einfach bleiben.

wildschweinplage in der Stadt

Eine österreichische Firma hat bereits vor Jahren in Zusammenarbeit mit der Schweizer Universität ZHAW.CH ein neuartiges Gerät entwickelt, das mit Hilfe von arteigenen Angstschreien und anderen akustisch simulierten Gefahrensituationen Wildschweine und andere Wildtiere von landwirtschaftlichen Flächen fernhalten kann. Denn auch in der Landwirtschaft sind die Schäden durch Wildtiere in den letzten Jahren stark angestiegen. Der akustische „Wildschweinschreck“ hat sich in der Landwirtschaft mittlerweile bewährt und wurde in Studien positiv getestet.

 

Nun wurde eine neue Methode entwickelt, um den erfolgreichen „Wildschweinschreck“ zum Schutz von urbanem Gebiet vor Wildtieren zu adaptieren.

Grundlegend für die Problematik ist, dass die Wildtiere ihre natürliche Scheu ablegen, weil von den Menschen in der Stadt keinerlei Gefahr für sie ausgeht. Genau hier setzt das Konzept seinen Hebel an.

 

Dieses besteht aus 3 Komponenten, die ineinandergreifen und ihre Wirkung gegenseitig verstärken:

 

 

A: akustischer Zaun mit RAPTOR Wildschweinschreck

B: „konditionierende“ Begleitmaßnahmen

C: verbotene / erlaubte Bereiche vermitteln

wildschweine von Stadt fernhalten
 

Illustration 1: Konzept zum Fernhalten von Wildtieren aus urbanem Gebiet. Bild: protectronic.at

 

Kernstück ist ein „akustischer“ Zaun aus Wildschweinschreck Geräten, der in einer Pufferzone rund um die Stadt installiert wird. Dieser simuliert die arteigenen Warnrufe, die die Tiere instinktiv verstehen. Zusätzlich werden Geräusche wiedergegeben, die auf der Prägungsebene bereits mit direkter Gefahr in Verbindung stehen. Damit die speziellen Sounds nur von den Wildschweinen, nicht aber von den Bewohnern gehört werden, finden Lautsprecher mit starker Richtwirkung Anwendung. Zusammen mit einer einfachen Lärmschutzwand direkt hinter dem Gerät sind die Sounds in der Stadt praktisch nicht zu vernehmen.

Während in einfachen Fällen der akustische Zaun ausreichen wird, um die Tiere auf Respektabstand zu halten, sind in schwierigen Fällen begleitende Maßnahmen erforderlich.

In Städten die schon seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich gegen regelrechte „Wildschweinplagen“ kämpfen, müssen zusätzlich zum akustischen Zaun starke Begleitmaßnahmen gesetzt werden.

Diese sollten jedoch „konditionierend“ wirken, d.h. einen nachhaltigen Lerneffekt verursachen. Erfahrungen und Know-how dazu sind vorhanden und Teil des Gesamtkonzeptes.

Auch kann man die Intelligenz der Wildtiere nutzen, um ihnen beispielsweise erlaubte bzw. verbotene Bereiche beizubringen. Dies erfordert jedoch eine gute Planung, und eine sehr konsequente Umsetzung.



mehr info unter:

https://www.vogelabwehr.at/de/wildabwehr/wildschweinplage-stadt/




Foto2: RAPTOR R31 Wildschweinschreck, lärmgeschützt


Fotos zum download:

Grafik- akustischer Zaun um die Stadt

RAPTOR Wildschweinschreck lärmgeschützt


Wildschweinschreck im Mais 2

Wildschweinschreck im Mais 3




16.4.2020:
 

Farmitoo ist neuer Vertriebspartner für RAPTOR Vogelabwehr und Wildabwehr


"Farmitoo ist ein europäischer Marktplatz für Agrarprodukte, auf dem Landwirte ihre gesamte Ausrüstung online direkt bei den Herstellern kaufen können. Derzeit in Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich und Belgien vertreten, möchte Farmitoo zur Referenzplattform für alle europäischen Landwirte (Getreidebauern, Viehzüchter, Weinbauern, usw.) werden.
Durch den Zugang zu zahlreichen Produkten, deren Preise direkt mit den Herstellern ausgehandelt werden, die Betreuung der Landwirte beim Kauf, das Angebot von einfachen Zahlungsmethoden und Spenden, die den Agrarsektor unterstützen, ist es die Hauptmission von Farmitoo, den Landwirten Ihre Kaufkraft zurückzugeben!

Im Online-Blog "Farmitoo Mag" schreibt das Farmitoo-Team über fortschrittliche und nachhaltige Themen in der Landwirtschaft und präsentiert zudem die Produkte der Farmitoo-Handelspartner. In diesem Zusammenhang hat das Farmitoo Mag auch ein Interview mit Ing. Herbert Siegmund, Geschäftsführer von Protectronic und dessen Markenlinie Raptor, geführt. Der Artikel beschreibt sowohl die Entstehung des Unternehmens als auch dessen Produkte und deren Anwendungsbereiche und bietet viele interessante Einblicke für neugierige Landwirte.

 

Link zum Raptor-Artikel im Farmitoo Mag: https://mag.farmitoo.com/de/2020/04/16/raptor-fur-den-professionellen-schutz-der-kulturen/

Link zu Farmitoo Österreich: https://www.farmitoo.com/at/

Link zu Farmitoo Deutschland: https://www.farmitoo.com/de/ 

 










1.2.2019:

Neues akustisches Gerät „Wildschweinschreck“ hält Wildschweine fern.


 

Ein neues Gerät zur Wildschwein-Vergrämung sorgt in einer Studie der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) für Aufsehen. Im Mittelpunkt dieser Studie steht ein österreichisches Gerät, das in Zusammenarbeit mit Schweizer Wissenschaftlern entwickelt wurde. Dabei wurden die Wildschweine mit Sender ausgestattet – die daraus gewonnenen GPS-Daten lieferten äußerst interessante Erkenntnisse.


 

 Die Schwarzwildpopulation hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, enorme Schäden in der Landwirtschaft sind die Folge. Zur Vermeidung dieser Schäden wird meist auf Elektrozäune oder jagdliche Methoden zurückgegriffen – beides leider sehr zeit- und kostenintensiv. Akustische Methoden konnten bislang noch nicht überzeugen.

Die ZHAW hat nun das Gerät der österreichischen Firma Protectronic.at einem Langzeit-Test unterzogen und mit konventionellen Präventionsmethoden verglichen.

Dabei konnte der akustische Wildschweinschreck überzeugen. Zitat aus der Studie:

Mit dem Wildschweinschreck steht nun ein zusätzliches flexibles Instrument zur Vergrämung von Wildschweinen auf Landwirtschaftsflächen zur Verfügung. Die akustische Vergrämung eignet sich, um die kritischen Phasen unmittelbar nach der Aussaat sowie während der Milchreife von Mais und Weizen abzudecken.

Wildschwein Abwehr Gerät im Mais


 

Untermauert wurde die hervorragende Wirkung mit Bewegungsdaten von 36 mit GPS-Halsband ausgestatteten Wildschweinen: Nachfolgendes Beispiel zeigt ein Tier, das nach der Installation zweier Wildschweinschrecks langfristig mehr als 1000m Abstand hielt.

GPS Wildschwein flüchtet vor Wildschweinschreck
 

GPS Wegedaten eines Wildschweines vor/ nach Installation zweier RAPTOR-WLS Wildschweinschrecks. Auszug/Illustration aus der Studie der ZHAW, Satellitenbild: Google Earth.


 

Der Erfolg dieser Vergrämungs-Methode hängt mit seiner Wirkungsweise und der Sprache der Wildschweine zusammen: Wildschweine produzieren eine Vielzahl von Lauten, mit denen sie untereinander kommunizieren. Bei Gefahr stoßen sie Schreck-, Warn- und Alarmlaute aus.

Genau diese arteigenen Laute in Kombination mit anderen Schlüsselgeräuschen (die Gefahr bedeuten) werden beim RAPTOR "Wildschweinschreck" verwendet. Die Sounds treffen die Tiere direkt auf ihrer Instinkt-Ebene und zeigen daher auch langfristig ihre Wirkung.

Die Studie "Prävention von Wildschweinschäden in der Landwirtschaft und Management von Wildschweinen in Schutzgebieten" der ZHAW können Sie hier downloaden:

Link zur ZHAW



 

Pressemitteilung Wildschweinschreck ZHAW als PDF

Fotos:
RAPTOR Wildschweinschreck

GPS Wildschwein Illustration DE

Wildschweinschreck im Mais 1
 

Wildschweinschreck im Mais 2

Wildschweinschreck im Mais 3

Wildschweinschreck im Mais 4